Hören, was Sache ist

Ein Rockkonzert, eine Symphonie, ein Jazzabend oder gelebte Volksmusik sind herausgehobene Zeitpunkte, von deren Wert wir häufig noch lange nach der Aufführung geistig zehren.

Das Konservieren von Musik auf einen Datenträger zählt dabei zur wichtigsten (kulturellen) Innovation seit Erfindung des Buchdrucks. Hören, jederzeit und allerorts. Sich vorher einstimmen auf ein Musikereignis, es danach noch einmal Revuepassieren lassen. Die Musikbranche und die damit verbundene Kulturindustrie haben es möglich gemacht.

Und nun? Die Musikbranche in der Krise? So ganz stimmt das ja nicht. Denn es gibt so viel Musik wie noch nie. Musik ist Alltag, mehr denn je. Es sind die Tonträger-Unternehmen, die heute, etwa hundert Jahre nach ihrer Gründung, im Wandel stehen und was ihnen Profit brachte, nämlich die Entwicklung des musikalischen Mainstreams als Absatzgut für die Masse, kehrt sich nun um: der Konsument wurde Individualist.

Aber in Zeiten der Banalisierung des Kulturguts Musik, der „Veralltäglichung“ dieser Kunstgattung durch Handy-Klingeltöne und stetiger Abrufmöglichkeit auf MP3-Formaten, suggestiver allgegenwärtiger Hintergrundbeschallung sowie deren künstlerische Entwertung in Gesangswettbewerben und Starkult-Provozierung in TV-Shows, deren Programm auf nichts anderem als dem Karaoke-Prinzip beruht, fragt man sich nach dem nachhaltigen Wert einer Musikkonserve, wie sie die CD noch immer darstellt.

Weder die literarische Kunst, noch – und schon gar nicht - die bildnerische Kunst befinden sich momentan in einem vergleichbaren Strukturwandel wie das Musik- bzw. Filmgenre. Während das gedruckte Buch dem Entmaterialisierungsprozess (noch) wacker standhält, haben akustische und bildhafte „Medien“-Kunstwerke zwischenzeitlich einen enormen technischen Wandlungsprozess durchlaufen.

Von den ersten Ton- und Schallplattenaufnahmen bzw. Stummfilmen bis zu den ersten Digitalisierungsformen der CD und DVD sind wir momentan, vor allem durch das Medium Internet bei einer vollkommen virtuellen Form dieser Kunst angekommen. Der Datenträger ist eins mit dem Abspielgerät geworden. Platzsparend und leicht abrufbar sind digitale Downloads dem (haptischen) Besitzdenken und einer räumlich fassbaren Audiokonserven-Bibliothek gewichen.


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